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🍄 Alles Gute zum Mental Load Gedenktag

Liebe Leser:innen,

es gibt kein Muttertags-Special für euch in diesem Newsletter, die findet Ihr überall andernorts im Web. Hier geht es direkt zu den drei Rezeptideen der Woche, hoffentlich ist etwas für euch dabei.

Ihr merkt es der klar getakteten Überschrift schon an: Ich habe aktuell eher wenig Lust auf den Muttertag.

Alles Gute zum Muttertag - und das restliche Jahr?

Zwar bin ich stolz und froh, meiner Tochter von klein auf beigebracht zu haben, dass sie sich an diesem krassen Psychoklabaster nicht beteiligen muss: Alles ist freiwillig, auch Zuwendung zum Muttertag.

Wenn in Kita und Grundschule geschlossen (und entschlossen) an Muttertagsgeschenken gebastelt wurde, habe ich ihr stets erklärt, dass nicht dieser eine Tag wichtig ist. Sondern wie man das ganze Jahr zusammen verbringt. Geschenke zu offiziellen Ehrentagen sind super, aber sie sind auch wie Bonbons: Man freut sich sehr - doch es passiert nix Schlimmes, wenn man keins bekommt.

So wie ich ihr beibringe, dass es eine gute Sache ist, Essen selbst und frisch zuzubereiten - aber sowohl Restaurants, Bringdienste und diverse “vorgefertigte” Speisen eben auch sehr viele Vorteile haben und der ganze Mix dem Zweck dient, das Leben zu erleichtern.

fertige Blätterteig-Pastetchen

Ich sehe mich bei aller Liebe zum Backen und Kochen zum Beispiel nicht mit der Herstellung von Blätterteig in all seinen Formen beschäftigt, wenn eine Packung einen Euro kostet (oder 6 Königin-Pasteten 1,50 Euro) und in 10 Minuten einsatzbereit ist. Ich will dann auch gar kein anderes Rezept suchen, das ich “schnell mal eben” zusammenwerfen könnte, an dem “alles selbstgemacht” ist.

Ich werfe, wann ich will. Nicht, wenn andere es erwarten: Entspannt ist besser als perfekt, Balance ist besser als Verbissenheit. Zum Glück ist dieser Newsletter keine Facebook-Gruppe, sonst würde hier regelmäßig der Bär steppen, weil sich jemand durch meine von der Norm (?) abweichende Meinung zutiefst angegriffen fühlt. Die Leute können ja schon wegrasten, wenn jemand die Butter in den Kühlschrank stellt und sie selbst nicht 😊

Die Nebenwirkungen von Perfektionsanspruch sind ....?

Ein “Müttertreffen” ist mein Newsletterchen zum Glück auch nicht. Denn immer findet sich auf solchen Treffen auch die eine, die mit schmalen Lippen und deutlich aufgetragenem Besserlächeln darüber referiert, dass frische Zubereitung ja wirklich auch ohne Ausnahmen machbar ist, WENN MAN NUR WILL.

Was sind also die Nebenwirkungen von Perfektionsanspruch? Dreimal dürft Ihr raten.

Selbstgerechtigkeit, meistens - man muss ja vor sich und der Welt verteidigen, was man so hart erarbeitet. Langweilige Vorträge darüber, wie qualvoll perfekt man doch ist, diese sind leider auch nicht selten. Innerlicher Stress, weil alles einfacher sein könnte - aber man lässt es nun mal nicht zu.

Perfektionsanspruch ist eine harte Nuss: Regional angebaut, lokal rund ums Jahr verfügbar und kein bisschen Fairtrade.

Keine Lust auf den Muttertag habe ich übrigens, weil es mich sehr stört, wie seit dem Anfang der Pandemie die Frauen und Mütter die zusätzliche Last auffangen müssen und sich (mal wieder) für jede Variante jeder Herangehensweise kritisieren lassen müssen.

Wertschätzung zum Stichtag und die restliche Zeit nicht? Lass’ mal stecken 😊

Die drei Rezepte-Links der Woche

Der leuchtend sonnige Eintopf ist schnell gemacht und nebenbei fällt Aquafaba Bohnenwasser ab, damit lässt sich dann auch gleich das Dessert machen.

Bratkartoffeln mit Grünkohl (aus dem Tiefkühler beim zweiten Mal) können, da machen wir uns nichts vor, auch Röstbratkartoffeln mit Spinat, Rucola oder Brokkoli werden.

Bratkartoffeln mit Grünkohl

 

Das war’s auch schon wieder für heute 😊

Bevor ich mich verabschiede, habe ich aber doch noch einen Linktipp für euch: The Gluttony and Glory of Smash Cakes.

Smash Cakes sind kleine, möglichst instagram-taugliche hübsche Törtchen-Kuchen zum ersten Geburtstag. Sie müssen also so zuckerfrei “genussarm” wie möglich sein, dabei aber wunderschön genug für ein Angeberfoto. Erneut eine Möglichkeit, sich zu profilieren und hart zu konkurrieren also. Dummerweise sind die Babys offenbar meist klüger und machen einfach keinen Smash aus dem Cake, sondern lecken ihn vorsichtig ab.

Wir haben auch ein Foto vom Kuchen am ersten Geburtstag. Das sehr kleine Babymädchen staunte den sehr kleinen Schokomuffin an, den ersten ihres Lebens. Nur für sie! Es ist ein extrem niedliches, zufälliges Foto. Zum Glück gab es keine Smash Cakes damals, deshalb musste darüber gar nicht erst nachgedacht werden. Ich glaube nicht, dass meine Version zuckerfrei geworden wäre 😊

Stellst denn du eigentlich die Butter in den Kühlschrank? Wir nicht.

Wir lesen uns! Einen schönen Sonntag, und wer feiern mag, einen feinen Muttertag
und herzliche Grüße

Melody / Carola
*

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P.P.S. Morgen gibt es vielerorts wieder #montagsnudeln 😊


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Carola Heine, Nickname seit 1994 "Melody". Bloggt seit 1996, lebt vom Schreiben, liebt Foodblogging.
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