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Mein Mann hilft nicht im Haushalt und das ist gut so

Liebe Foodies und andere Lesenden,

nachdem ich im letzten Newsletter geschrieben habe, dass man Ziele umsetzt, indem man sie umsetzt, hat mir auch jemand die Zeitfrage gestellt. (»Woher nimmst du nur immer ...«).

Kennt Ihr diese Menschen, deren Haushalt immer mindestens irgendein Zimmer hat, das ungefähr so aussieht wie nach einem Orkan? Die hektisch drei Tage aufräumen, bevor Besuch kommt und ein hörbar amüsiertes Schnaufen nach innen gegen den Gaumen drücken, wenn eine Vorzeigehausfrau selbstgefällig darüber abreferiert, dass man ja nur jeden Tag ein paar Minuten Haushalt machen müsse, um immer alles makellos zu haben? Doch, kennt ihr, so einen geplanten Grenzfall zum Chaos. Lest ihr gerade.

Die paar Minuten jeden Tag? Sie gehen größtenteils in schönere Projekte als in den endlosen Kampf um eine makellose Außenwirkung. Zum Beispiel ins Foodblogging 😊

Meine drei Rezeptideen der Woche für euch:

Erbsensuppe Berliner Art

Seit ich mir überlegt habe, wie man dieses absichtlich schlichte Rezept veganisieren kann, forsche ich auch in meinen Hirnwindungen nach, warum ich so automatisch weiß, dass es sich um eine BERLINER Speise handelt. Muss ich etwa »Die Blechtrommel« noch mal lesen? Darauf bin ich gar nicht so wild 😊

Wieso macht der Mann denn nicht den Haushalt? »Also mein Mann ....«

In den letzten dreißig Jahren habe ich gelernt, dass die Last der Organisation und Haushaltsverwaltung auf Frauenschultern liegt, auch und besonders dann, wenn manche Frauen stark betonen, wie viel ihr Partner HILFT.

Helfen ist bekanntlich eher eine milde Gabe, für die man sich bedanken muss. Mein Mann hilft gar nichts. Der macht einfach seinen Anteil. Es ist ja auch sein Haushalt und nicht nur meiner und er erledigt wahrscheinlich sogar mehr als ich (habe ich noch nie aufgerechnet, das würde gar nicht so gut für mich ausgehen).

Tatsächlich ist es aber auch bei uns so, dass mein Kopf als Mülleimer missbraucht wird für alle durchlaufenden Routinen, pardon: »Dass die Mental Load bei mir liegt.«

Es ist das, was ich »normal nervig« nenne, Alltagsrealität für die meisten Mütter, egal in wie vielen Magazinartikeln gegengeplärrt wird. Man (ich) fühlt sich oft wie ein derangierter Papagei: Jeder Termin, jede Anschaffung, jede Planung, jeder Plan läuft durch meine Finger und wenn ich Pech habe, muss ich auch noch debattieren und verteidigen, was ich entschieden habe. Zweimal erinnern muss ich meistens und Dankbarkeit gibt es (selbstverständlich) nie.

Dafür, und das ist der große Bonus, muss ich nur einen Klick oder ein Telefonat weitergehen, um ein weibliches Mitwesen zu finden, die mich tantenhaft belehrend und betulich dafür abwatscht, dass ich doch wohl kaum klagen könne (hier Vergleich oder Vorwurf einsetzen oder - mein Liebling: »Warum sollst du es denn besser haben«).

Zurück zum Thema Haushalt:

Neben Homeschooling und Freizeitaktivitäten verbrauche ich auch die Zeitkonten des Gatten, um Sachen zu machen, die mehr Freude bereiten als Fensterputzen oder Bügeln. Pralinen zum Beispiel.

Vegane Pralinen Purple Kiss

Der Mann hilft also nicht, er macht. Sorry für die clickbaitige Überschrift, den Spaß musste ich mir jetzt gönnen. Schließlich putze ich schon um 5 Uhr früh das Blog, damit Ihr einen sauberen Newsletter bekommt.

Die Berliner Erbsensuppe nimmt an einem Blog-Event teil

Um ein Haar hätte ich vergessen, es auch in den Newsletter zu schreiben: Die besten Gerichte aus Berlin heißt dieser Abschnitt des Länderküche-Bloggerevents, und wir machen gerne mit.

Wir lesen uns! Einen schönen Sonntag
und herzliche Grüße

Melody (Carola Heine)

P.S.


Nicht vergessen: Morgen gibt es vielerorts wieder #montagsnudeln 😊

Montagsnudeln

Mehr Dauer-Challenges auf #planetalltagde


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Melody
Carola Heine, Nickname seit 1994 "Melody". Bloggt seit 1996, lebt vom Schreiben, liebt Foodblogging.
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