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Eine beinahe ausgedachte Geschichte zum Nikolaustag

Liebe Lesenden und Foodie-Fans,

wie schön, dass Ihr wieder meinen Newsletter geöffnet habt! Hier geht es direkt zu den Rezeptideen der Woche.

Endlich und mit viel Verspätung sind einige unserer Weihnachtsplaner im Amazon Shop erhältlich. Sie haben unterschiedliche Cover, aber alle werden von süßen Kätzchen bewohnt:

Weihnachtsplaner

Weihnachtsplaner

Wie versprochen: Eine beinahe ausgedachte Geschichte zum Nikolaustag


(Bildnachweis simsonne100 / 123RF Stockfoto )

Es war einmal ein Ehepaar, das ganz neu in ein Düsseldorfer Haus mit mehreren Parteien gezogen war. Sie wohnten ganz oben. Ganz unten lebte eine Familie, die vor einiger Zeit aus einem fernen Land hergezogen war. Diese Leute hatten einen kleinen Jungen.

Am Abend des fünften Dezember kamen die Frau und der Mann nach Hause und sahen im Flur im Erdgeschoss mittendrin einen durchgelatschten einsamen kleinen Turnschuh liegen. Nur einen.

Sie stiegen die Treppen zu ihrer Wohnung hoch und bereits auf dem ersten Absatz sagte die Frau: „Dieser Schuh ist doch für den Nikolaus bestimmt?“

Auf dem zweiten Treppenabsatz antwortete der Mann: „Das kann gut sein.” und sie ergänzte: “Schließlich wird der Kleine in der Schule von dieser Tradition erfahren haben, auch wenn die Eltern das vielleicht noch nicht kennen.“

Zwanzig Stufen weiter oben sagte die Frau „Da müssen wir etwas machen“.

Der Mann sagte nichts. Er war schon ein paar Jahre länger mit ihr verheiratet und wusste, dass er nicht aufhalten konnte, was nun geschehen würde. Er wollte es vermutlich auch gar nicht. Wer würde schon so einen kleinen Turnschuh am Vorabend zum Nikolaus alleine und leer liegen lassen?

Die Frau suchte Spielzeug und Weihnachtsplätzchen und einen Schokoladenweihnachtsmann aus ihren Vorräten zusammen. Dann schickte sie den Mann die drei Stockwerke wieder nach unten, damit er Nikolaus spielen konnte.

Denn entweder wussten die Eltern des kleinen Jungen aus dem Erdgeschoss nicht, dass dort unten ein einsamer kleiner Turnschuh stand und wartete, oder sie wussten es.

Aber eine doppelte Nikolausüberraschung ist fünfzigmal besser als keine, das weiß man ja.

Der Mann stieg also die Treppen wieder hinab und bückte sich, um die Nikolausgaben in den kleinen Turnschuh zu stecken.

In diesem Moment kam der 18jährige Sohn der Familie aus dem ersten Stock zur Haustür herein und erblickte den Mann dabei, wie er über den kleinen Turnschuh gebückt stand und einen Schokoladenmann in der Hand hatte.

Der Mann schwieg. Er wusste, dass dieser Junge denken würde, dass er sich aus dem Schuh bedient hatte. Aber er sprach nicht gerne und für so einen Jüngling fing er gar nicht erst damit an.

Der Junge stapfte stumm an ihm vorbei.

Sie erfuhren nie, ob der kleine Turnschuh am Ende doppelt gefüllt war oder nicht.

*

Ein Jahr später kurz vor Nikolaus hatten der Mann und die Frau ein nagelneues Baby. Die Mutter des 18jährigen Jungen aus dem ersten Stock sagte, nun würden sie aber ganz dringend eine gefüllte Windel benötigen, damit der große Hund der Familie das Baby auch im Haus akzeptierte.

Die Frau hatte keine Lust, über solche Vorgehensweisen zu diskutieren und das Baby produzierte außerdem täglich eine ausreichende Anzahl an gefüllten Windeln.

Also schickte die Frau wieder den Mann die Treppe herunter, damit er eine Tüte mit einer gefüllten Babywindel im ersten Stock bei dem großen Hund abgeben konnte. Das versuchte der Mann auch, aber es war niemand da.

Also knotete er die Tüte mit der Windel an die Klinke der Wohnungseingangstür. Gerade als er sie noch einmal abzog, um sie noch besser zu befestigen, kam der große Junge nach Hause.

Der Mann schwieg. Er wusste, dass der Jüngling nun denken würde, dass er sich an einer fremden Tüte zu schaffen gemacht hatte. Aber er sprach nicht so gerne und mit Smalltalk über Windeln würde er gar nicht erst beginnen.

Der Junge griff sich die Tüte und stürmte an ihm vorbei in die Wohnung.

Sie erfuhren nie, wie der Jüngling es gefunden hat, als er die unbekannte Tüte an sich nehmen wollte und eine kommentarlose feuchtgefüllte Babywindel vorfand.

*

Die Frau musste am Nikolaustag jetzt immer daran denken, wie viel einfacher es wäre, wenn die Menschen miteinander reden würden. Und wie viel weniger lustig manchmal.

Euch einen schönen Nikolaustag, liebevoll gefüllte Stiefel und immer nur wohlriechende Gaben 😊

Die drei Rezepte-Links der Woche

Wie jede Woche habe ich auch diesmal wieder drei Rezepte für euch.

Gebratene Salatherzen

Ich bin sicher, dass ich gebratene Salatherzen irgendwo mal gesehen haben muss, aber ich habe das nicht recherchiert. Was soll schon schiefgehen, wenn man frisches Gemüse anschmurgelt? Sie sind eine köstliche Beilage und ich könnte mir vorstellen, dass wir sie schon deshalb ins Weihnachtsmenü nehmen, weil meine Familie es nicht so mit vereinbarten Zeiten für Mahlzeiten hat - und sie gehen so schnell.

Das war’s auch schon wieder für heute 😊

Bevor ich mich verabschiede, habe ich noch einen Linktipp für euch:

Sean Moxies Daily Vegan

Zum ersten Mal bin ich aus Sean über seine American Pancakes gestossen und dann noch viele weitere Male in den veganen Gruppen auf Facebook. Nehmt ordentlich Zeit mit, wenn Ihr dort stöbern geht 😊

Wir lesen uns! Einen schönen Sonntag
und herzliche Grüße

Melody / Carola
*

P.S. Nicht vergessen:

Die Planet Alltag Kochbücher, Alltagshelfer und Geschenkbücher sind feine Geschenkideen bis 10 Euro!

Fiesta Vegana Geschenkbuch verlinkt auf die anderen Bücher

P.P.S. Morgen gibt es vielerorts wieder #montagsnudeln 😊


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Carola Heine, Nickname seit 1994 "Melody". Bloggt seit 1996, lebt vom Schreiben, liebt Foodblogging.
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