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Anregungen für Städtenamen, gefüllte Focaccia und beinahe schon Nachtfrost

Liebe Foodies und andere Lesenden,

man merkt den Herbst schon, wie er ein bisschen herangeschlendert kommt und nur noch kurz zögert: Die Nacht ist fast (aber nur fast) fröstelnd überhaucht und irgendwie spürt man den Unterschied zwischen einer angenehm kühlen Sommernacht und den ersten Ausläufern der nächsten Jahreszeit. Ob die Hitzewelle für dieses Jahr schon überstanden ist? Wir werden es zweifellos herausfinden.

Um Mitternacht dachte ich sofort: Es gibt gleich drei Orte in Rumänien, die »23. August« heißen (übersetzt). Das kann ich mir offenbar merken, seit den 80ern des letzten Jahrhunderts. Aber wo ich meine Brille hingelegt habe, das weiß ich wirklich nicht mehr. Zum Glück trage ich sie meistens sowieso nicht: An meinen flexiblen Arbeitsplätzen gleitet der Monitor oder die Tischhöhe, nicht das Nasenfahrrad. Das ist wahrscheinlich keine empfehlenswerte Vorgehensweise (funktioniert für mich aber gut).

Wie jede Woche habe ich drei Rezepte für euch:

Sommerrollen an sich sind einfach, aber schöne Ausführungen sind schrecklich schwierig zu machen. Die von dieser Woche sind pragmatisch oben offen, dann sehen sie nicht so nach Kondom aus. Das üben wir noch mal, und mit wir meine ich mich.

Wie kriegt man mehr Gemüse ins Kind?

Wie bekommt man mehr Gemüse in Kinder? Indem man es zum Beispiel ins Brot einbackt:

Focaccia mit Paprika-Füllung

In der Focaccia mit Paprika-Füllung sind mühelos 400 Gramm rote Paprika und 250 Gramm Zwiebeln verschwunden. Ich war selbst ein bisschen verblüfft - es ist ja nicht so, als ob jeder Plan sofort aufgeht, den ich für Rezepte fasse.

Es sieht übrigens nur so aus, als würde ich jeden Tag Focaccia backen. Eigentlich sind es nur so zwei, drei Male im Monat. Meistens für Besuch oder ein Picknick. Kartoffeln, Brot und Pasta esse ich gar nicht so oft.

Wenn ich aber Nudeln möchte, gibt es nur eine in Frage kommende Sorte: Es kann nur eine geben! De Cecco, natürlich.

Eventuell bin ich ein Pasta-Nerd

Als ich das Rezept für die schnellen Sommerrollen herunterschrieb, verwendete ich für den Sattmacher-Teil der Füllung nicht die typischen Glasnudeln, sondern ein Töpfchen voll mit Pasta-Resten vom Vortag. Ich erwischte mich, wie ich “Mezzi Rigatoni n° 26” vor mich hinmurmelte und darüber nachdachte, ob Calamarata nicht besser geeignet seien. Dann fiel mir auf und ein, dass es eventuell nicht ganz normal ist, worüber ich mir zum Zeitvertreib den Kopf zerbreche.

Ich kann mich ehrlich nicht erinnern, dass ich mich je hingesetzt hätte und Nudelformen gelernt hätte. Aber ich weiß noch sehr gut den innerlich sehr empörten Moment, als meine erste WG-Mitbewohnerhin nicht wusste, dass es viele verschiedene Penne gibt. (Penne Lisce n° 38 oder 40 sind die besten)

Erdbeer-Käsekuchen-Minimuffins

Erdbeer-Käsekuchen-Minimuffins

Um noch mal auf Rezept-Pläne einzugehen, die nicht unbedingt auf Anhieb klappen: Die kleinen Köstlichkeiten auf diesem Foto hatten Minimuffins werden sollen - haben aber eine Delle gehabt, und zwar alle 24. Wie Ihr sehen könnt, haben wir das elegant gelöst, kurz fotografiert und dann sofort alle Beweise vernichtet.

Noch schnell ein Linktipp ...

Um ein Dessert namens Syllabub geht es in dem Video, obwohl das so nicht stimmt: Thema ist eigentlich eins der ersten richtig guten, “kultigen” Kochbücher der Welt von Hannah Glasse “The Art of Cookery made plain and easy”. Spannende und lustige Zitate!

Warum heißen die drei Orte in Rumänien nach dem 23. August?

Um noch mal die Schleife zum Start dieses Newsletters zu(zu)ziehen, der 23. August war in Rumänien bis 1989 ein Nationalfeiertag. Man feierte einen Staatsstreich in Richtung Demokratisierung, dazu sag ich jetzt nichts. Nur diese komplett überflüssige Info gebe ich euch noch mit, dass mein Kopf unlogisch und unrichtig die Abschaffung des Feiertags mit der Öffnung »unserer Mauer« (beides 1989) verbindet und ich mir diese Dörfernamen deshalb gemerkt habe.

Wir lesen uns! Einen schönen 23. August 😊
und herzliche Grüße

Melody (Carola Heine)

P.S. ein Zitat aus einem Autor:innenforum:

If social distancing has you down, just remember that Shakespeare most likely wrote “King Lear,” “Macbeth,” and “Antony and Cleopatra,” during a plague-inspired quarantine between early 1605 and late 1606. (Keine Ahnung, ob es stimmt - aber es klingt doch tröstend plausibel)

Nicht vergessen: Morgen gibt es vielerorts wieder #montagsnudeln 😊

Montagsnudeln

Mehr Dauer-Challenges auf #planetalltagde

 


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Carola Heine, Nickname seit 1994 "Melody". Bloggt seit 1996, lebt vom Schreiben, liebt Foodblogging.
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